Von der Bürgerschule für Lörracher Kaufleute- und Handwerkerkinder zum größten Gymnasium Südbadens: Seit 1899 ist unsere Schule mit der Stadt, dem Dreiländereck und den Naturwissenschaften gewachsen.
Vier Namen, eine Schule
- 1899 Bürgerschule für Knaben und Töchterschule, beide mit Französisch
- 1912 Realschule bis zur Mittleren Reife, ab 1922 mit Klasse 11
- 1927 Oberrealschule Ausbau bis Klasse 13, erstes Abitur 1929
- 1948 Hans-Thoma-Gymnasium benannt nach dem Maler aus dem Südschwarzwald
Die Mädchenbürgerschule wurde in den 1920er-Jahren schrittweise zur Mädchenrealschule und ging dann in der Oberrealschule auf.
Die Anfänge
Mit dem Aufblühen von Handel, Gewerbe und Industrie wuchs im 19. Jahrhundert in der Lörracher Bürgerschaft der Wunsch nach einer Schule, die ein an praktischen Bedürfnissen orientiertes Allgemeinwissen vermittelt. Wegen der engen privaten und wirtschaftlichen Beziehungen zur Schweiz und zu Frankreich gehörten die französische Sprache und vertiefte Kenntnisse in den rasch wachsenden Naturwissenschaften von Anfang an dazu.
Durch einen Erlass des Großherzoglichen Oberschulrats in Karlsruhe vom 3. Juni 1899 wurden die „Bürgerschule für Knaben“ und die „Töchterschule“ gegründet – das Geburtsjahr unserer Schule.
1929 legten zehn Schülerinnen und Schüler das erste Abitur an der Schule ab. Französisch ist bis heute ein Markenzeichen: Seit dem Schuljahr 1971/72 kann es als erste Fremdsprache gewählt werden.
Wie sich das Schulprofil entwickelt hat
| 1971/72 | Französisch als erste Fremdsprache |
|---|---|
| 1972 | Beginn der besonderen Förderung naturwissenschaftlich interessierter Schüler in der Physik-AG |
| 1997 | Bis dahin mathematisch-naturwissenschaftliches Gymnasium, seitdem „doppelprofiliert“: zusätzlich ein neusprachlicher Zug mit Italienisch oder Latein als dritter Fremdsprache |
| 2007 | Aus der Physik-AG entsteht das Schülerforschungszentrum phaenovum |
| 2018 | Mit IMP (Informatik, Mathematik, Physik) kommt neben Italienisch, Latein und NwT ein viertes Profilfach hinzu |
| 2018 | 2. Platz beim Schulpreis „Jugend forscht Schule“ der Kultusministerkonferenz |
| 2025 | Rückkehr zum neunjährigen Gymnasium (G9) |
Unser Schulhaus
des Altbaus
Der Altbau entstand 1909/10 nach Plänen des Stadtbaudirektors Himbeck. Er löst sich vom Historismus des 19. Jahrhunderts und greift die regionale Bautradition in freier Form auf: Über dem Mittelbau sitzt ein Schwarzwaldhausdach (Halbwalmdach), das Pyramidendach des Turms spielt auf den Turm der evangelischen Stadtkirche an. Der Schmuck am Portal verrät den Jugendstil, die schlichten Fensterbänder zeigen schon den Weg zur Sachlichkeit. Altbau und Alte Sporthalle stehen unter Denkmalschutz.
| 1909–1911 | Bau des Schulhauses an der Baumgartnerstraße und der Alten Sporthalle im Jugendstil |
|---|---|
| 1956 | Ausbau der Dachzimmer |
| 1966 | Großer Erweiterungsbau auf der Südseite mit Naturwissenschaften, neun Klassenzimmern und Aula |
| 1978 | Drei weitere Klassenzimmer und ein Sprachlabor (heute zweites Treppenhaus); Einrichtung der Oberstufenarbeitsbibliothek |
| 1996–2000 | Moderner Erweiterungsbau auf Stelzen an der Ostseite mit zehn Klassenzimmern, verbunden über zwei Luftbrücken |
| 2003 | Umbau und Erweiterung der Oberstufenarbeitsbibliothek (OSAB) |
| 2008 | Eröffnung der Mensa und der Schülerbibliothek; ein 24-Stunden-Spendenlauf bringt rund 30.000 € für die neue Bibliothek |
| 2012 | Bezug des TonArt-Gebäudes, gemeinsam genutzt mit dem Hebel-Gymnasium: je vier Kunst- und Musikräume |
| 2018–2022 | Treppenhaus im Innenhof mit Liftschacht |
| 2026 | Der Lift geht in Betrieb; mit dem Außentreppenhaus im Innenhof steht der zweite Rettungsweg, das Gerüst am Altbau kann abgebaut werden |
Schulleitungen seit 1928
- 1928–1948Paul Mayer
- 1948–1961Heinrich Funck
- 1961–1970Alfred Klar
- 1971–1977Joseph Heimerl
- 1978–1992Oskar Keller
- 1992–2002Georg Raith
- 2002–2015Hubert Bernnat
- 2015–2025Frank Braun
- seit 2025Dr. Annette Schuck